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Muss es immer Kimchi sein?

Aktualisiert: 1. März

Warum wir keine exotischen Trends brauchen (und was wirklich gegen Entzündungen hilft)



Hallo, ich bin Diana! Als Ernährungsberaterin helfe ich Frauen dabei, durch eine blutzuckerstabile und anti-entzündliche Ernährung wieder in ihre volle Energie zu kommen. Ohne strenge Diäten, sondern mit Lebensmitteln, die unserem Körper wirklich gut tun. Und genau darum geht es in meiner heutigen Geschichte.


Die Kimchi-Krise nach dem Yoga


Neulich kam nach der Stunde eine Yogakollegin auf mich zu und fragte mich etwas sehr Ehrliches:


„Diana, ich habe mir dieses Kimchi gekauft, weil es doch so wahnsinnig gesund sein soll. Aber ganz ehrlich? Es war mir viel zu scharf und zu sauer. Hätte ich es lieber selbst machen sollen? Aber dafür habe ich momentan einfach keine Zeit. Muss ich das wirklich essen, um gesund zu bleiben?“


In dem Moment schoss mir sofort ein Gedanke durch den Kopf: Warum machen wir es uns eigentlich so schwer? Und warum essen wir nicht einfach unser gutes, altes Sauerkraut, statt uns mit exotischen Trends zu quälen, die uns gar nicht schmecken?



Warum ich genau dieses Thema heute aufgreife


Diese kurze Unterhaltung hat mich nicht losgelassen, denn sie steht stellvertretend für ein riesiges Problem, das ich in meiner Praxis jeden Tag sehe:

Wir haben vor lauter Trends die Basis aus den Augen verloren. Frauen kommen zu mir, weil sie alles „richtig“ machen wollen. Sie kaufen das neueste Superfood, probieren strenge Diäten aus und fühlen sich am Ende doch nur gestresst, aufgebläht oder energielos. Wir lassen uns von Labels wie „Superfood“ unter Druck setzen und ignorieren dabei völlig, wie unser eigener Körper eigentlich darauf reagiert.

Genau deshalb möchte ich heute mit einem großen Missverständnis aufräumen und dir zeigen, worauf es wirklich ankommt, wenn du Entzündungen lindern und Energie gewinnen willst.



Der Aha-Effekt für deine Gesundheit


Lass uns kurz bei dem Beispiel bleiben: Kimchi – der fermentierte, scharfe Chinakohl aus Korea – gilt als absolutes „Superfood“ für den Darm. Das ist in der Theorie auch richtig. Aber: Wenn ein Lebensmittel deinen Körper stresst – sei es, weil du scharfes Essen nicht gewohnt bist, wegen Histamin oder einfach, weil es dir überhaupt nicht schmeckt – dann fördert es keine Heilung. Es sorgt für Unruhe in deinem System.


Der größte Hebel für deine Gesundheit ist nämlich nicht das eine exotische Superfood. Der wahre Schlüssel ist ein stabiler Blutzucker - für Details verweise ich zum Beispiel auf folgende Werke:


  • Michalsen, Andreas (2022): Ernährung. Meine Quintessenz: Kraftvoll und gesund bleiben! Sicher länger leben!. ZS Verlag.

  • Inchauspé, Jessie (2022): Der Glukose-Trick: Das Geheimnis stabiler Blutzuckerwerte. Campus Verlag.


Warum das so wichtig ist? Wenn dein Blutzucker Achterbahn fährt (selbst bei "gesunden" Lebensmitteln), schüttet der Körper Insulin aus. Insulin ist lebenswichtig, aber im Übermaß wirkt es wie ein Brandbeschleuniger für Entzündungen im Körper. Müdigkeit, Heißhunger und stille Entzündungen sind die Folge.


Merke dir dieses Bild: Anti-entzündliche Ernährung und ein stabiler Blutzucker sind wie Geschwister. Wir dürfen sie nicht trennen. Sie gehören fest zusammen.



Aber was genau ist eigentlich eine "anti-entzündliche Ernährung"?


Um das zu verstehen, müssen wir uns kurz ansehen, was Entzündungen in unserem Körper überhaupt machen. Es gibt nämlich zwei völlig verschiedene Arten:


  • Die gute (akute) Entzündung: Du schneidest dich in den Finger. Er wird rot, heiß und pocht. Das ist super! Dein Immunsystem schickt Abwehrzellen (deine innere Feuerwehr), um Bakterien zu bekämpfen und die Wunde zu heilen. Danach ist das Feuer aus.


  • Die gefährliche (stille) Entzündung: Das ist wie ein Schwelbrand, der nie ganz ausgeht. Durch Dauerstress und eben die falsche Ernährung ist das Immunsystem im ständigen Alarmzustand. Man sieht dieses Feuer nicht von außen, aber es raubt dir Energie, macht müde, fördert Gelenkschmerzen, Hautprobleme und Heißhunger.


Die anti-entzündliche Ernährung ist wie die Feuerwehr für diesen Schwelbrand. 

Sie entzieht dem Feuer den Brennstoff und liefert gleichzeitig massenhaft „Feuerlöscher“, um dein System endlich zu beruhigen.



Die 4 Säulen: So löschst du das Feuer im Alltag


Viele denken, anti-entzündlich bedeutet: „Ich darf gar nichts mehr essen, was mir schmeckt.“ Das ist ein Mythos! Es geht um kluge Entscheidungen. Hier sind die 4 wichtigsten Säulen, die du ganz einfach umsetzen kannst:


Säule 1: Den Blutzucker stabilisieren (Das Fundament)

Da sind sie wieder, unsere Geschwister. Jede Blutzucker-Achterbahn feuert den Schwelbrand an.


  • 🛑 Achtung, Wurst-Falle: Versuche bitte nicht, deinen Blutzucker zu senken, indem du einfach nur noch Fleisch, Wurst und Käse isst! Das viele tierische Fett befeuert Entzündungen extrem.


  • ✅ Die Lösung: Kombiniere zu jeder Mahlzeit gute pflanzliche Eiweiße (Linsen, Bohnen) oder etwas Fisch mit vielen Ballaststoffen (Gemüse).


Säule 2: Das Fett-Verhältnis drehen (Omega-3 vs. Omega-6)

Das ist der wahrscheinlich wichtigste Hebel überhaupt!


  • Omega-6-Fettsäuren wirken wie Brandbeschleuniger. Wir essen meist viel zu viel davon. Reduziere: Sonnenblumenöl, fettes Schweinefleisch und Fertigprodukte.


  • Omega-3-Fettsäuren sind die ultimativen Feuerlöscher. Iss mehr davon: Fetter Seefisch (Lachs, Makrele), Walnüsse und vor allem hochwertiges Leinöl (nur kalt für den Salat nutzen!).


Säule 3: Mach deinen Teller bunt (Antioxidantien)

Pflanzen bilden Farbstoffe, um sich selbst vor der Sonne zu schützen. Wenn wir diese Farben essen, schützen sie unsere Zellen. Man nennt sie Antioxidantien.



  • ✅ Die Lösung: Iss den Regenbogen! Dunkle Beeren (Blaubeeren!), Brokkoli, Spinat, Rote Bete. Je intensiver die Farbe, desto stärker die anti-entzündliche Wirkung.


Säule 4: Heilende Gewürze nutzen

Deine Gewürzschublade ist eine kleine, hochwirksame Hausapotheke.


  • ✅ Die Lösung: Nutze reichlich Kurkuma (immer mit einer Prise schwarzem Pfeffer, das verstärkt die Wirkung!). Auch Ingwer, Zimt (hilft super beim Blutzucker!), Rosmarin und Oregano stoppen Entzündungen effektiv.



Dein Spickzettel für den Alltag

Wenn du das nächste Mal einkaufen gehst, erinnere dich einfach an diese simple Ampel-Regel:


🔴 Reduzieren (Der Brandbeschleuniger):

  • Zucker und stark verarbeitete Fertigprodukte

  • Weißmehlprodukte

  • Klassisches Sonnenblumenöl

  • Viel rotes Fleisch und Wurstwaren


🟢 Fokussieren (Die Feuerlöscher):

  • Berge von buntem Gemüse und dunklen Beeren

  • Linsen, Kichererbsen, Bohnen

  • Olivenöl (zum Braten) und Leinöl (kalt)

  • Gewürze wie Ingwer und Kurkuma

  • Unser gutes, altes Sauerkraut für den Darm!



Finde deine persönliche Wohlfühl-Ernährung


Sich in diesem Dschungel aus Trends zurechtzufinden, kann überfordernd sein – vor allem, wenn im Alltag wenig Zeit bleibt und man nicht ständig Kimchi essen möchte.

Wenn du spürst, dass dein Körper im Dauer-Alarmzustand ist, du Heißhunger loswerden willst und dir eine Ernährung wünschst, die sich leicht und ohne Extreme in dein Leben integriert ...


... dann lass uns gemeinsam schauen, was deinem Körper wirklich guttut.


👉 [Hier klicken für ein unverbindliches Erstgespräch mit mir] (Link einfügen)


Wir finden einen Weg, der den Schwelbrand löscht und dir deine Energie zurückgibt.


Lecker, alltagstauglich und ganz in deinem Tempo.


Deine, Diana

 
 
 

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